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Mütter in der Feuerwehr - "Gemeinsam sind wir stark"


„Gemeinsam sind wir stark“ so das Motto der Bayerischen Freiwilligen Feuerwehren. Früher waren die Feuerwehren reine Männersache. Mittlerweile engagieren sich deutlich mehr Frauen bei der Feuerwehr. Gab es im Jahr 2007 noch 721 weibliche Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Ansbach, sind es heute schon 993. Trotzdem sind Frauen bei insgesamt 11.000 aktiven Mitgliedern im Landkreis Ansbach immer noch deutlich in der Unterzahl.


Bei einem Pressegespräch in Dürrwangen berichteten drei Mütter, warum „Feuerwehrfrauen“ so wichtig sind und wie sich das Ehrenamt mit der Familie vereinbaren lässt. „Warum sollen immer alles die Männer machen, wir können doch auch gut unseren Mann stehen“, sagt Simone Sand. Sie ist seit 21 Jahren aktives Mitglied in der Feuerwehr Mörsach, war sogar zeitweise in einer Führungsposition und ist Mutter von drei Kindern. Frauen müssten sich auch keine Sorgen machen, zu schwach zu sein oder zu wenig zu leisten, so Kreisbandinspektor Willi Hofmann. 95 Prozent der weiblichen Kollegen seien den Männern ebenbürtig, sagt er. Ebenso gebe es auch viele Männer, die nicht alle Aufgaben übernehmen könnten.


„Frauen werden bei den Feuerwehren genauso behandelt wie ihre männlichen Kollegen. Sie hätten die gleiche Ausrüstung und beim Sägen die gleiche Motorsäge in der Hand wie die Männer“, berichtet Sonja Beckenbauer. Sie ist Feuerwehrkommandantin der Freiwilligen Feuerwehr in Esbach. Die Kinderbetreuung während eines Einsatzes wäre auch kein Problem, sie bringe ihr Kind dann immer zu ihrer Mutter, erzählt sie. Eine andere Möglichkeit dieses Problem zu lösen, sei eine Art Betreuungsmodell, berichtet Kreisbrandinspektor Willi Hofmann. Einige Mitglieder würden bei einem Alarm ebenfalls zum Feuerwehrhaus kommen und für die Dauer des Einsatzes die Kinderbetreuung übernehmen.


„Man muss einfach hingehen und sich was trauen. Ich wollte das schon immer“, erzählt Anca Monica Harich. Sie ist seit zwei Jahren aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr in Dürrwangen und Mutter von einem Kind. Sie stammt ursprünglich aus Rumänien, dort ist der Feuerwehrdienst für Frauen verboten. „Als ich nach Deutschland kam, war für mich klar, ich will Feuerwehrfrau werden“, so die 30jährige.
„Wesentlicher Schlüssel um die Freiwilligen Feuerwehr vor Ort und im Landkreis Ansbach künftig personell einsatzbereit zu halten sind die Frauen. Hier müsse das Potenzial, was in Frauen stecke, noch viel besser ausgenutzt werden“, so Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

 

 

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