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Vertreter der Gebietskörperschaften informierten sich über das Frauenhaus Ansbach


75 Frauen und 61 Kinder suchten im Jahr 2016 Zuflucht im Frauenhaus Ansbach. Dies schilderte Brigitte Guggenberger, stellvertretende Leiterin des Frauenhauses, im Rahmen einer Beiratssitzung mit Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Landrat Gerhard Wägemann, Landrat Helmut Weiß und Oberbürgermeisterin Carda Seidel im Landratsamt Ansbach. Die Vertreter der vier Gebietskörperschaften, die das Frauenhaus Ansbach seit Jahrzehnten unterstützen, informierten sich über die aktuelle Situation und genehmigten den Haushaltsplan 2017. Dabei betonten sie die große Bedeutung von Einrichtungen wie dem Frauenhaus Ansbach, die Frauen und Kindern bei häuslicher Gewalt schnell und unbürokratisch Schutz und Zuflucht bieten und im schlimmsten Falle Leben retten.

Die stellvertretende Leiterin ging dabei auch auf die Auslastung und Belegung des einzigen Frauenhauses in Westmittelfranken ein. So sei das Frauenhaus im vergangenen Jahr im Schnitt zu 96 Prozent ausgelastet gewesen. Die Frauen und Kinder kamen aus insgesamt 23 Herkunftsländern. „Die unterschiedliche Herkunft ist trotz der schwierigen Lage der Frauen und Kinder kein Hindernis sondern bereichert das Zusammenleben und ist ein gutes Beispiel für gelebte Integration“, so Guggenberger. Dies betonte auch der Geschäftsführer des Caritasverbandes Ansbach, Heinz Kestler. „Das Haus steht jeder Frau mit ihren Kindern, unabhängig von der Herkunft und Nationalität, offen, wenn sie von Gewalt bedroht sind oder sie bereits erfahren haben“. Der Caritasverband Ansbach ist Träger des Frauenhauses Ansbach.

Derzeit kümmern sich drei Sozialpädagoginnen um die Belange der Frauen, zwei Erzieherinnen sind für die Kinder da und eine Hauswirtschafterin ist für die Ordnung im Hause zuständig. Die Verwaltungsarbeiten werden von der Geschäftsstelle des Verbandes erledigt. „Dank der Mitarbeit von 30 ehrenamtlichen Kräften ist das Haus an 365 Tagen rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0981 95959 erreichbar und aufnahmebereit. Neue ehrenamtliche Mitarbeiter sind jederzeit herzlich willkommen“, betonte Brigitte Guggenberger. Die Vertreter der vier Kommunen freuten sich über das enorme Engagement und sprachen ihren Dank für die wertvolle Arbeit zum Schutz und Wohl der Frauen und Kinder aus.

Kestler ging zudem auch auf die erfolgreiche Angliederung der neuen Interventionsstelle im Jahr 2015 ein. „Wir freuen uns, dass die Interventionsstelle das Frauenhaus seit 2015 sehr gut mit konzentrierter Krisenintervention, telefonischer und persönlicher Beratung ergänzt. Ziel dieser Beratung ist es, Frauen in einer von Gewalt bedrohten Situation früh zu erreichen, den Gewaltkreislauf schnell zu durchbrechen und so den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern.“ In der Interventionsstelle sind zwei Sozialpädagoginnen tätig. Von ihnen wurden im Jahr 2016 112 Frauen beraten. Dabei waren bei 98 häusliche Gewalt und bei 14 Stalking die zentralen Themen. Die Interventionsstelle arbeitet dabei intensiv mit neun Polizeiinspektionen in Westmittelfranken zusammen.

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