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Entscheidungsträger informierten sich über Ausbildungskonzept für Allgemeinmedizin


Im Rahmen der Kreistagsinformationsfahrt waren Kreisräte, Bürgermeister, Vorstand des Klinikverbundes ANregiomed Claudia B. Conrad sowie weitere Entscheidungsträger aus dem Landkreis Ansbach vom 3. bis 4. Juni in den Landkreisen Dillingen, Neu-Ulm und der Stadt Ulm unterwegs. „Ziel der Informationsfahrt war, einen gemeinsamen Austausch der Entscheidungsträger zu aktuellen Themen wie etwa der Gesundheitsregion durch Darstellung interessanter Projekte anderer Gebietskörperschaften zu ermöglichen“, betont Landrat Dr. Jürgen Ludwig, der zur Fahrt geladen hatte.

So stellte etwa die Chefärztin der Abteilung für Innere Medizin in der Kreisklinik Dillingen, Dr. med. Ulrike Bechtel, die gleichzeitig auch Lehrkoordinatorin ist, das „Ausbildungskonzept Allgemeinmedizin Dillingen“ vor. Mit dem Projekt, das Teil der Agenda der Gesundheitsregion plus Dillingen ist, setzt sich die Medizinerin dafür ein, mehr angehende Hausärzte für den Landkreis Dillingen zu begeistern. Aktuell sind über ein Drittel der bayerischen Hausärzte 60 Jahre und älter. Die Kreisklinik Dillingen ist als akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München für innovative und patientennahe Ausbildung in der Allgemeinmedizin anerkannt. „Nur noch ein kleiner Teil der angehenden Hausärzte geht zur Ausbildung in unsere Landkrankenhäuser. Deshalb müssen wir die Studenten so früh wie möglich abholen“, erklärt Dr. Bechtel. Um Studenten dafür zu begeistern, habe man ein bundesweit bisher einmaliges Ausbildungskonzept für Allgemeinmedizin geschaffen, das spezifisch auf die Besonderheiten der hausärztlichen Praxis vorbereitet. Eine Begleitung durch Mentoren, kostenloses Wohnen auf dem Campus und Managementkurse durch erfahrene Hausärzte sind nur einige der Schwerpunkte des Konzepts. Junge Mediziner können dort ihre Famulatur, ein praktisches Jahr und die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin ablegen. Sie bauen in dieser Zeit bereits ein Netzwerk innerhalb der Kreisklinik sowie mit den Haus- und Fachärzten der Region auf. Das Modell sei nicht nur ein Gewinn für die zahlreichen Hausärzte über 60 Jahre, die Nachfolger für ihre Praxen suchen, sondern auch für die Kreisklinik selbst. So konnten die Fallzahlen und auch die Erlöse seit Beginn des Projekts im Jahr 2013 stetig gesteigert werden.

Vorstand Claudia B. Conrad wies darauf hin, dass die Kliniken der ANregiomed bereits seit 2012 einen ähnlich aufgebauten Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin gemeinsam mit allgemeinmedizinischen Arztpraxen in Stadt und Landkreis Ansbach anbieten. „Der Landkreis Ansbach bietet hervorragende Lebens- und Arbeitsbedingungen. Wir versuchen stets alle Möglichkeiten auszuschöpfen, diese hervorragenden Bedingungen auch für die Fachkräfteanwerbung zu nutzen“, betonte Landrat Dr. Ludwig bevor die Teilnehmer zu den nächsten Programmpunkten wie etwa die Besichtigung des Gewerbegebietes Ulm Nord aufbrachen.

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